Industriemeister / Ledertechniker

Meisterausbildung und Zusatzqualifikation Ledertechnik

Der Fachkraft für Lederherstellung und Gerbereitechnik steht beispielsweise eine berufsbegleitende Weiterqualifizierung mit modularem Aufbau zum/zur bundesweit anerkannten Industriemeister/-in Fachrichtung Chemie sowie eine berufsbegleitende Zusatzqualifikation in Gerberei- und Ledertechnik offen.

Beispiel: Weiterbildung Geprüfter Industriemeister/Geprüfte Industriemeisterin – Fachrichtung Chemie

Die zweijährige berufsbegleitende Ausbildung zum/zur geprüften Industriemeister/-in der Fachrichtung Chemie erfolgt an der Sächsischen Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH, www.sbgdd.de. Die Zugangsvoraussetzung ist ein abgeschlossener Beruf in einer Fachrichtung, wie z. B. Fachkraft für Lederherstellung und Gerbereitechnik sowie ein Jahr Berufserfahrung oder ein abgeschlossener Beruf mit zwei Jahren Berufserfahrung.

Der Industriemeister ist eine qualifizierte, technische Führungskraft, deren Handlungsschwerpunkt in der Führung von Arbeitsgruppen oder Abteilungen von Industriebetrieben liegt. Die Ausbildereignungsprüfung ist dabei Inhalt der Qualifizierung zum Industriemeister.

Nach bestandener Meisterprüfung erhalten die Absolventen von der prüfenden Industrie- und Handelskammer einen Meisterbrief, der in der gesamten EU anerkannt wird.

Zusatzqualifikation Gerberei- und Ledertechnik

Die einjährige Zusatzqualifikation in Gerberei- und Ledertechnik wird vom Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen gGmbH in Freiberg/Sachsen www.filkfreiberg.de durchgeführt und besteht aus Präsenzseminaren und Selbststudium. Das Ziel der Zusatzqualifikation besteht darin, tiefgehende theoretische und praktische lederspezifische Kenntnisse zu erlangen. Darüber hinaus soll ein umfassendes Verständnis aller Aufgaben, die mit der Lederherstellung verbundenen sind, an Führungskräfte wie Produktionsleiter/-innen oder Leiter/-innen von Entwicklungsabteilungen, vermittelt werden.

Zugangsvoraussetzung sind beispielsweise folgende Abschlüsse: Industriemeister/-in der Fachrichtung Chemie, Textilwirtschaft, Orthopädieschuhmacher- oder Sattler- und Feintäschnermeister/-in.

Außerdem kann diese Zusatzqualifikation auch von Teilnehmern genutzt werden, die über einen solchen Abschluss nicht verfügen, aber ausreichende Berufserfahrung wie z.B. in Gerbereien vorweisen können. Hierfür werden Vorbereitungskurse durch die Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH angeboten, um die Niveaugleichheit der Teilnehmer zu gewährleisten.

Die wichtigsten Inhalte der Zusatzqualifikation in Gerberei- und Ledertechnik

  • Rohwaren und Lederherstellung
  • Technologie der Leder- und Pelzherstellung
  • Gerbereimaschinenkunde
  • Ökologie der Lederherstellung
  • Qualitätssicherung
  • Lederverarbeitung

Nach bestandener Prüfung durch die Industrie- und Handelskammer wird das Zertifikat: Staatlich anerkannte und IHK-geprüfte Zusatzqualifikation verliehen.

Ledertechniker/-in (VA)

Durch den Verband der Deutschen Lederindustrie e. V. wird der Titel “Verbandlich anerkannte/r Ledertechniker/-in (VA)” verliehen.Ledertechniker Urkunde

Voraussetzung für die Führung dieser Berufsbezeichnung ist:

  • eine dreijährige Berufsausbildung
  • eine erfolgreiche Meisterausbildung in technischen oder naturwissenschaftlichen Bereichen, wie z. B. Maschinenbau, Orthopädie, Chemie oder Industrie
  • der erfolgreiche Abschluss der staatlich anerkannten Zusatzqualifikation Gerberei- und Ledertechnik am FILK.

Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte an das Forschungsinstitut für Leder- und Kunststoffbahnen gGmbH www.filkfreiberg.de oder den Verband der Deutschen Lederindustrie e.V.