Gerberlehre

Ausbildung zur Fachkraft für Lederherstellung und Gerbereitechnik (Gerberlehre)

Bis aus Rohhäuten oder Fellen hochwertiges Leder entsteht, sind zahlreiche Arbeitsgänge und Veredelungsprozesse notwendig, die von der Fachkraft für Lederherstellung und Gerbereitechnik durchführt werden und in handwerklichen und industriellen Betrieben der Lederherstellung beschäftigt sind. Dazu zählen Gerbereien, Lederzurichtbetriebe und die Entwicklungsabteilung der chemischen Hilfsmittelindustrie.

Leather is my Job - Informationen zur Gerberausbildung

Leder ist mein Job – Informationen zur Gerberausbildung

Info-Folder zur Gerberlehre

Wie wird eigentlich Leder gemacht? Wer sind die Menschen, die Leder herstellen? Könnte das auch ein Beruf für mich sein? solche und andere Fragen beantwortet unser neuer Info-Folder “Leder ist mein Job”, den Sie hier herunterladen können:

Download: Info-Folder ‘Leder ist mein Job’ 2,8 MB

Die gedruckte Broschüre erhalten Sie beim VDL. Senden Sie bitte Ihre Bestellung mit Lieferadresse an: info@vdl-web.de.

Das Berufsbild

Zuerst wird die rohe Haut in großen rotierenden Holzfässern geweicht, enthaart und für die Gerbung vorbereitet. Dann verwandelt die Fachkraft für Lederherstellung und Gerbereitechnik die Haut durch Behandlung mit gerbenden Stoffen und Farben in attraktive Auto- und Möbelleder oder körperfreundliche Schuh- und Bekleidungsleder. In der modernen einheimischen Lederindustrie finden junge Leute, die einen sicheren Arbeitsplatz und hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten suchen, eine Vielzahl interessanter Tätigkeiten. Fachkräfte für Lederherstellung und Gerbereitechnik sind begehrte Spezialisten. Es bietet sich hier ein breites Aufgaben- und Betätigungsspektrum, in dem eigene Ideen verwirklicht werden können: Beim Arbeiten in den Versuchsabteilungen, bei der Kontrolle der Lederqualität wie auch beim Überwachen der einzelnen Fertigungsverfahren. Einstellungsvoraussetzungen Gefragt sind praktisches Geschick, Interesse und Verständnis für chemische und technische Vorgänge, eine gute Beobachtungsgabe, Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist und Zuverlässigkeit. Eine bestimmte Schulbildung wird nicht vorgeschrieben. Auch mit Hauptschul-Abschluss bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, später in einer der vielen Fertigungsstufen eine interessante Aufgabe zu finden. Ausbildungsdauer Drei Jahre in einem Betrieb der Lederherstellung oder in einer ledertechnischen Abteilung der chemischen Industrie sind die Regel, wobei Lehrzeitverkürzungen bei guten Leistungen möglich sind. Parallel zur Ausbildung im Betrieb erfolgt ein fachtheoretischer und praktischer Blockunterricht an der Kerschensteinerschule Reutlingen (KSRT). Ausbildungsinhalte  (siehe auch Homepage KSSR: www.kss-rt.de)

  • Einblick in chemische und technische Prozesse
  • Kennenlernen der Verfahren für die Lederherstellung
  • Kenntnisse in der Lederbeurteilung und Rohwarenkunde
  • Einblick in die Maschinenkunde; Umgang mit und Pflege der Gebereimaschinen und Elektronik
  • Grundlagen des Arbeits- und Umweltschutzes sowie der Wirtschaftskunde